Deutsche Synode billigt Überwachungsmechanismus für Bischöfe - sogar Marx war dagegen
Der zentrale Streitpunkt war, ob das neue Gremium die Umsetzung der Synodenbeschlüsse in den Diözesen "überwachen" soll.
Selbst der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnte vor der Schaffung einer übergeordneten Behörde, die die Bischöfe überwachen oder sich in die Leitung der Diözesen einmischen sollte. "Das will ich nicht", sagte Marx.
In ähnlicher Weise sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, dass ein Kontrollorgan, das die Bischöfe beaufsichtigt, den katholischen Prinzipien widersprechen würde.
Bischof Josef Overbeck aus Essen zeigte sich zuversichtlich. Der Vatikan sei über das geplante Gremium informiert worden und er rechne mit einer Zustimmung in den kommenden Wochen.
Auf die Frage nach einer möglichen Ablehnung aus Rom sagte Bischof Georg Bätzing von Limburg, er habe keine Anzeichen dafür, dass die Zustimmung in Frage stehe und schloss aus, ohne die Zustimmung des Vatikans weiterzumachen. "Wir werden nicht beginnen, wenn Rom nicht grünes Licht gibt", sagte er.
Die Deutsche Bischofskonferenz wird voraussichtlich Ende Februar über die Statuten der künftigen Synodalkonferenz abstimmen.
Nebenbemerkung: Während der Debatte beklagten sich mehrere Teilnehmer über die ihrer Meinung nach fehlende Kommunikation aus Rom. Sie sagten, dass Briefe an den Vatikan unbeantwortet geblieben seien und sie nicht einmal eine Empfangsbestätigung erhalten hätten.
Der Theologe Thomas Söding sagte, der zukünftige Weg der katholischen Kirche in Deutschland werde der synodale Weg bleiben.
Bild: Pressebilder dbk.de/Synodaler Weg/Marko Orlovic, AI-Übersetzung